Falk-Krimis sind klassische Kriminalromane im Sinn von Prototypen wie Maigret-, Archer- oder Brunetti-Romanen. Ein Ermittler wird mit einem Verbrechen konfrontiert und klärt es auf. Mit Einfühlungsvermögen, Tatkraft, Mut, Psychologie, Hartnäckigkeit, ein bisschen Glück und hin und wieder einem Geistesblitz. Es geht um alle Delikte, die sich der Mensch im Laufe seines Zivilisationsprozesses hat einfallen lassen, um sie dann sorgfältig zu ordnen und in Strafgesetzbüchern zu sammeln. Das heißt, es tut sich kriminell einiges.

Die Person des Chefinspektors liefert den roten Faden. Es gibt Rückblenden und Szenen, in denen er nicht vorkommt, doch die bilden die Ausnahme. Falk ist ein rechtschaffener und daher mit Recht geachteter Polizist, doch ist er nicht makellos. In seiner Ehe kriselt es, gelegentlich stürzt er mit Freunden ab. Sein Schwiegervater muss ihn zu ausgedehnten Schachpartien mit Rotweinbegleitung nicht groß verführen. Er kann das Rauchen nicht lassen und bemüht sich nicht einmal darum. In einer Zeit, die im Namen der Vernunft die persönliche Freiheit aus Dutzenden löblichen Motiven ständig weiter einschränkt, muss man mit solchen Lastern erst einmal fertig werden. Das fällt Falk nicht immer leicht – doch letztlich schafft er es.

BezugsquellenTaschenbuch: Der Berufserbe Der gelbe Gladiator Die Melodie der Walnuss
eBooks: Alle Bezugsquellen

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